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Pharmabranche vor Herausforderungen 2010 - Branchentreffen in Wiesbaden
Friday, January 29, 2010  13:16


Der anhaltende Druck auf die Arzneimittelpreise, Patentabläufe bei Medikamenten mit Milliardenumsätzen sowie die geplante Gesundheitsreform in den USA werden 2010 die bestimmenden Themen im Pharmasektor sein. Auch in Deutschland ist durch die neue Regierung mit Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) Bewegung in die Diskussion über Arzneimittelpreise, Kosten- und Nutzenbewertung von Medikamenten und Zusatzbeiträge für Millionen Krankenversicherte gekommen. Vom 3. bis 4. Februar treffen sich Vertreter der Pharmabranche wie der Chef der Pharmasparte von Merck mit Kollegen von Bayer Schering Pharma oder auch Sanofi-Aventis in Wiesbaden zur "Handelsblatt"-Konferenz "Pharma 2010", um Nutzenbewertung, Wachstumschancen und über den Pharmastandort Deutschland zu diskutieren.

Rösler will die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung senken. Er habe Krankenkassen und Pharmaverbände zu Gesprächen über Einsparmöglichkeiten ins Ministerium eingeladen, sagte er jüngst im Gespräch mit der "FAZ". "Denn ich bin nicht dafür zuständig, dass die Pharmaunternehmen ihre Gewinnmargen mit neuen Präparaten hoch halten - sondern dafür, dass sie innovative Medikamente auf den Markt bringen, die den Patienten nützen." Dass es dort Einsparmöglichkeiten gebe, sei unbestritten, so der Minister.

"Die größten Herausforderungen für die Branche sind die Gesundheitsreform und das sogenannte Patent-Cliff in den Jahren 2010 bis 2013", sagt Fondsexperte Thomas Bucher von der Fondsgesellschaft der Deutschen Bank (DWS). Eine Einschätzung, die auch Markus Manns von Union-Investment teilt. Doch den Demokraten von US-Präsident Barack Obama fehlt nach dem Sieg der Republikaner bei der Senatorenwahl im traditionell demokratischen Bundesstaat Massachusetts im Senat die nötige 60-Stimmen-Mehrheit, um ihr Reformvorhaben dort bequem durchzusetzen. Branchenkenner wie der neue Chef des Schweizer Pharmakonzerns Novartis Joe Jimenez erwarten daher, dass der Präsident seine umstrittene Gesundheitsreform zugunsten eines Kompromisses abspecken wird./ep/zb
 ISIN  FR0000120578  DE0006599905  DE000BAY0017

AXC0114 2010-01-29/13:16
Autor:  dpa-AFX - dpa-AFX
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